Auch wir beobachten mit großer Sorge die weltweite Entwicklung des Corona Virus. Die gesundheitlichen Auswirkungen mit den vielen Todesfällen in Italien und Spanien und bei uns in Deutschland lassen sich täglich verfolgen, aber die wirtschaftlichen Auswirkungen deuschlandweit, weltweit und vorallem auch auf uns und unseren Betrieb , sind überhaupt noch nicht zu beziffern.

Wir sollen „zu Hause bleiben“ unsere „sozialen Kontakte einschränken“ und sogar etwas Positives der Situation abgewinnen, „mehr Zeit für uns und unsere Familie“ haben und immer öfters fällt in den Medien der Begriff  „Entschleunigung unseres Lebens“.

Nun, wir Pferdeleute kennen die Entschleunigung des Lebens Bestens. Bringt das nicht unser Hobby, oder auch unser Beruf und die Liebe zu den Pferden dies täglich mit sich? Auch wir, welche die Arbeit mit den Pferden beruflich betreiben, „Entschleunigen“ jeden Tag. Morgens um 6.00 Uhr, wenn uns beim Lichteinschalten in den Stall freudiges Wiehern begrüßt, das Schnauben der Pferde, die erregte Erwartung auf ihr Futter und schließlich, wenn Dutzende Pferde genüßlich Fressen, das Malen der Zähne, das Schnauben ….

Wir werden auch entschleunigt, wenn wir den Zweijährigen Hengsten auf der Weide zusehen, wie sich sich freuen, übermütig über die Wiese laufen und wir uns vorstellen, dass aus diesen Jungs mal Reitpferde, Turnierpferde werden.

Nochmehr „entschleunigt“ sind wir, wenn wir das 24 Stunden alte Stutfohlen unsere Deutschen Reitponystute besuchen. Wie zutraulich und neugierig dieses kleine Falbfohlen ist. Fast sind wir neidisch, weil die Kleine nichts weiß von unserer prikären Lage und unseren Sorgen.

Trotz täglichem Reiten, Bereiten haben wir nie die Freude daran verloren und freuen uns mit jedem Fortschritt unserer Pferde und auch ein Stillstand oder Rückschritt entmutigt uns nicht, manchmal muß man eben ein oder zwei Schritte in der Ausbildung zurückgehen, um dann wieder einen großen Schritt nach vorne machen zu können.

„Entschleunigt“ werden wir auch bei unserem sonntäglichem Ausritt. Der Wald, die Ruhe und die Geräusche der Tritte unserer Pferde, das sind Glücksgefühle. In diesem Sinne, es ist nie zu spät mit dem Reiten anzufangen und gerade in dieser schwierigen und stressigen Zeit, wenn wir es hinter uns haben, sollte der ein oder andere mit dem Reiten anfangen, weil so viel mehr dazu gehört, als nur der Sport und schließlich können wir alle eine regelmäßige „Entschleunigung unseres Lebens „ gebrauchen.

Euer Rietbrock-Pferde Team

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